NGC 6883

NGC 6883 ist ein junger offener Sternhaufen im Sternbild Schwan (Cygnus) in etwa 3 kpc (≈ 9 800 Lj) Entfernung. Mit einer Winkelausdehnung von rund 35′ ergibt sich ein physischer Durchmesser von etwa 100 Lj. Die integrierte Helligkeit liegt bei 8 mag, wodurch der Haufen visuell nur in kleinen Teleskopen erkennbar ist. Seine Mitgliederzahl ist gering; Gaia‑Analysen deuten auf etwa 30–50 physisch gebundene Sterne hin. Die Trumpler‑Klassifikation wird uneinheitlich angegeben (I3p bzw. IV 2 m), was die schwache Konzentration und die geringe Sternzahl widerspiegelt. Das Alter des Haufens beträgt ungefähr 100 Myr. Die Radialgeschwindigkeit liegt bei −10 km/s. Innerhalb des Haufens finden sich ein enger Doppelstern im Zentrum sowie zwei rote Riesen im westlichen Bereich. Aufgrund seiner Lage im sternreichen Cygnus‑Gebiet wird ein möglicher Zusammenhang mit dem jungen Cluster UBC 103 diskutiert, was auf gemeinsame Ursprünge in derselben Molekülwolke hinweisen könnte.

Im Zentrum meines Zieles sollte eigentlich der offene Sternhaufen NGC 6883 stehen, den ich mit meiner kleinsten Brennweite von 480 nm und meiner Vollformat Canon 6D mit RGB und dann einem Dualschmalbandfilter L-extrem aufnehmen wollte.

NGC 6883 ist dabei allerdings eher unbedeutend mit ca. 30 Mitgliedsternen, die in einer sternreiche Region und einem eher „wilden Hintergrund“ wenig auffallen.

AUFNAHMEDATEN

  • EQ6-R mobil im Garten (Linie 2) , guiding 60/240 mm, ZwoASi 120mm, PHD2
  • Teleskop: William Triple Apo Megrez 80/480
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200
  • 2“ Astronomik L2-Filter (243*120s), gesamt 8,1 h
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200
  • APP, PI, Affinity Photo 2
  • Aufnahmedatum: 28, 30.09.2025, 18. u. 19.10.2025

Der Einsatz eines Schmalbandfilters ändert in diesem Fall alles komplett!, denn das gesamte Umfeld in dieser Region ist halt spannend, was man mit Schmalbandfiltern wesentlich besser und ganz anders darstellen kann. Hier eine Kombination der RGB mit den L-extrem-Hintergründen und den RGB-Sternen.dieser Stern

Spektakulärer ist sicher der variable Wolf-Rayet-Stern WR-134, der ca. 6000 Lichtjahre enfernt ist. Hier ist der bläuliche helle Rand einer Gashülle im Bildzentrum zu sehen, die ein ringförmigen Nebel bilden, die durch Glühen das von ionisierten Wasserstoff und Sauerstoff gebildet wird. Ursache sind die beiden Wolf-Rayet Sterne WR-134 und WR-135. WR 134 ist in dem Bild klar zu sehen. In der Nebelhülle ist eine Linie von 5 Sternen zu sehen mit einem gelben Stern (1) am Rand und abgesetzt eine Line von 4 Sternen, wobei laut Aladin WR 134 Nr. 3 ist.

Besonders eindruckvoll ist hier ein Hintergrundbild ohne Sterne.

annotierte Version

  • EQ6-R mobil im Garten (Linie 2) , guiding 60/240 mm, ZwoASi 120mm, PHD2
  • Teleskop: William Triple Apo Megrez 80/480
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200
  • 2“ Astronomik L2-Filter (243*120s), gesamt 8,1 h
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200, L-extreme Filter 54×300 s 4.5 h, gesamt 12.6 h
  • APP, PI, Affinity Photo 2