
- EQ6-R Pro in Gartensternwarte, guiding SvBony 60/240 mm ZwoAsi220mini PHD2
- Skywatcher Quattro 200PDS 8“ f4 Newton 200/800 mm
- Touptek APT3CMOS 2600kma, gain 100 offset 100, -5oC
- Astrodon E-Series LRGB 50 mm (71*60s;70:70:70*30s) , gesamt 2.9 h
- 50flats, darkflat, 100darks
- Nina, APP, PI, Affinity Photo V3 by Canva
- Aufnahmezeitpunkt: 19.10.2026, Dorflage Mecklenburg-Vorpommern Bortle 3-4
NGC 6871 ist ein junger, massereicher offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, eingebettet in die sternreichen Felder der Milchstraße. Er liegt in einer Entfernung von 5 100–5 700 Lichtjahren (≈ 1 574–1 741 pc) und besitzt eine visuelle Helligkeit von 5,2 mag, wodurch er unter sehr guten Bedingungen gerade noch mit bloßem Auge erkennbar ist. Seine Winkelausdehnung beträgt 30–44′, was einem realen Durchmesser von etwa 50 Lichtjahren entspricht.
Der Haufen ist extrem jung: Das Alter wird auf 9–10 Myr geschätzt. Die Sternpopulation wird von heißen, massereichen O‑ und B‑Sternen dominiert, darunter mehrere Überriesen und Wolf‑Rayet‑Sterne wie WR 133. Zahlreiche Be‑Sterne und mindestens 44 Emissionslinien‑Objekte mit Hα‑Emission sowie verbotenen Linien ([N II], [S II]) weisen auf aktive Akkretion und dichte circumstellare Umgebungen hin.
Moderne astrometrische Analysen (Gaia DR3) identifizieren Hunderte bis über 400 Mitglieder, deutlich mehr als frühere Schätzungen, die nur von wenigen Dutzend hellen Sternen ausgingen. NGC 6871 bildet den Kern der großräumigen Cygnus‑OB3‑Assoziation, einer Region intensiver Sternentstehung. Er entstand aus derselben Molekülwolke wie mehrere weitere junge Sternhaufen, darunter Teutsch 8, FSR 198, Biurakan 2, Casado 82 und Casado‑Hendy 1. Trotz gemeinsamer Herkunft ist NGC 6871 nicht gravitativ gebunden und zeigt Anzeichen fortschreitender dynamischer Auflösung.
Entdeckt wurde der Haufen am 23. September 1783 von William Herschel. Seine Trumpler‑Klassifikation wird meist als IV3p angegeben, was auf eine geringe Konzentration, eine breite Helligkeitsverteilung und eine kleine Zahl heller Mitglieder hinweist. Die Radialgeschwindigkeit ist in der Literatur uneinheitlich dokumentiert, was die dynamische Komplexität der Region widerspiegelt.

Eigentlich war dieses hochstehende Ziel an dem Abend als Qualitätskontrolle gedacht nach dem Umbau der Teleskope in der Gartensternwwarte von 10“ 1016 mm auf 8“ 800 mm. Mit dem größeren Bildausschnitt des 8“ sollen im Winter einige größere Zioele aufgenommen werden (z.B. M45, M33 etc.). Das dabei gleich ein so schönes Bild rauskam, um so besser.
Quellen
- SIMBAD Astronomical Database – Basisdaten, Entfernung, Radialgeschwindigkeit
- WEBDA Open Cluster Database – Alter, Entfernung, Klassifikation
- Wikipedia (de/en/fr) – Beobachtungsdaten, historische Angaben, Trumpler‑Typ, Entdeckung durch Herschel
- Grokipedia – Gaia‑DR3‑Mitgliedschaft, Emissionslinien‑Sterne, OB‑Assoziation, Clustergruppe
- Casado & Hendy (2023), MNRAS – Analyse der primordialen Clustergruppe um NGC 6871
- Massey et al. (2001), AJ – Untersuchung massereicher Sterne und WR‑Objekte im Cluster
