M5

  • AUFNAHMEDATEN
  • EQ6-R in Gartensternwarte, guiding SVbony 60/240 mm, ASI 120MM-S, PHd2
  • Skywatcher Quattro 200 p f4 Newton (200/800 mm)
  • ZwoAsi 1600MM Pro, -10oC, gain 76, offset 50M5
  • Baader LRGB 2“ (160:100:100:100 x 30s), gesamt 3.8 h
  • 50 flats, darkflats, 100 darks
  • Nina, APP, PI, Affinity PhotoM5
  • Aufnahmedatum: 02.05.2024

Der Kugelsternhaufen Messier 5 (M5) gehört zu den ältesten Sternsystemen der Milchstraße. Er liegt im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) und befindet sich in einer Entfernung von rund 24.500 Lichtjahren. Mit einem wahren Durchmesser von etwa 165 Lichtjahren zählt M5 zu den größeren Kugelsternhaufen; sein Kern ist extrem dicht gepackt, während die äußeren Regionen allmählich auslaufen. Das geschätzte Alter liegt bei etwa 13 Milliarden Jahren, womit M5 zu den frühesten Strukturen der Galaxis gehört und wertvolle Informationen über die Frühzeit der Milchstraße liefert.

M5 enthält über 100.000 Sterne, darunter zahlreiche RR‑Lyrae‑Veränderliche, die für die Entfernungsmessung kosmischer Objekte von großer Bedeutung sind. Die Sterne im Haufen sind überwiegend metallarm, was typisch für Population‑II‑Objekte ist und auf ihre Entstehung in einer Zeit hinweist, als das Universum noch kaum schwere Elemente besaß. Die Gesamtleuchtkraft entspricht etwa 300.000 Sonnenleuchtkräften, wodurch M5 unter dunklem Himmel bereits im Fernglas als nebliger Fleck sichtbar wird. Im Teleskop zeigt sich ein helles, kompaktes Zentrum mit zunehmend aufgelösten Sternen in den Randbereichen.

Die Radialgeschwindigkeit von rund +52 km/s zeigt, dass sich M5 langsam von uns entfernt. Seine Bahn um das galaktische Zentrum ist stark elliptisch und führt ihn weit aus der galaktischen Ebene heraus, was typisch für Kugelsternhaufen des Halo ist. Astrophysikalisch ist M5 ein wichtiges Objekt zur Untersuchung der Sternentwicklung, insbesondere der Horizontalast‑ und Riesensternphase, sowie der Dynamik dichter Sternsysteme. Für die Amateurastronomie ist M5 aufgrund seiner Helligkeit und Struktur ein beliebtes Beobachtungsziel, das bereits mit mittelgroßen Teleskopen eindrucksvoll aufgelöst werden kann.

Quellen:

Mit 30 s Einzelframes ist das Zentrum aber immer noch überstrahlt und für einen 8“ f4 Newton nicht aufzulösen.

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