NGC 7023 (Iris-Nebel)

Iris-Nebel NGC 7023

Newton Bild unseres 52 h Gemeinschaftsprojektes

mit Peter-S ( @Peterle58, Astrotreff.de).

Iris-Nebel (Gemeinschaftsprojekt „Alte Säcke“)   vergl. auch  

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  • Teleskope: TS Optics Photon 10“ f4 (254/1016 mm), guiding PHD2, Svbony 80/240 mm, ZwoAsi220mini
  • Touptek ATR3CMOS2600kma -10oC, gain 100, offset 100, Baader 2“ LRGB (458:135:135:134*120s), gesamt 28.7 h
  • 50flats, darkflats, 100darks
  • Nina, PHD2, App, PI, Affinity Photo 2
  • Teleskop Askar 130 PHQ (1000 mm)
  • ZwoASI2600Mc 702*120s, gesamt 23.4 h

NGC 7023, der Irisnebel, ist ein ausgeprägter Reflexionsnebel im Sternbild Cepheus, der in einer Entfernung von etwa 1.300 Lichtjahren liegt und von dem eingebetteten Stern HD 200775 beleuchtet wird. Dieser junge Herbig‑Be‑Stern liefert das energiereiche Licht, das an den feinen Staubpartikeln der umgebenden Molekülwolke gestreut wird und dem Nebel seine charakteristische bläuliche Färbung verleiht. Die zentrale Region des Nebels zeigt eine komplexe Struktur aus dichten Staubfilamenten, hellen Reflexionszonen und dunklen Absorptionsbereichen, die durch die Wechselwirkung zwischen Strahlungsdruck, Sternwinden und der ursprünglichen Molekülwolke geformt werden. Mit einer Winkelausdehnung von rund 18′ × 18′ gehört der Irisnebel zu den mittelgroßen Reflexionsnebeln, deren feine Strukturen erst in fotografischen Aufnahmen vollständig sichtbar werden. Astrophysikalisch ist NGC 7023 besonders interessant, weil er eine der bestuntersuchten Staubumgebungen der Milchstraße darstellt. Infrarotbeobachtungen durch die Missionen Spitzer und Herschel zeigen ausgeprägte Emissionen von PAHs (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen), die wichtige Informationen über die chemische Zusammensetzung interstellarer Materie liefern. Die Staubkörner im Nebel weisen eine komplexe Mischung aus Silikaten und Kohlenstoffverbindungen auf, die in den äußeren Bereichen des Nebels durch UV‑Strahlung teilweise modifiziert werden. Der Nebel enthält zudem mehrere junge Sterne und Protosterne, die sich in den dichteren Bereichen der Molekülwolke entwickeln und deren Ausflüsse die lokale Gasdynamik beeinflussen. Die Morphologie des Irisnebels verdeutlicht die Übergangsregion zwischen dichter Molekülwolke und ionisierter Umgebung, wodurch er ein wichtiges Objekt für die Untersuchung früher Sternentstehungsprozesse ist.

Für die Amateurastronomie ist der Irisnebel ein beliebtes Ziel, das jedoch hohe Anforderungen an Transparenz und Belichtungszeit stellt. Visuell erscheint er als schwacher, nebliger Fleck um einen hellen Stern, während fotografisch die blauen Reflexionsanteile und die dunklen Staubstrukturen eindrucksvoll hervortreten. RGB‑Aufnahmen zeigen die charakteristische Irisform, während breitbandige Luminanzbelichtungen die feinen Staubfilamente betonen. Schmalbandfilter sind für dieses Objekt ungeeignet, da der Nebel kaum Emissionslinien abstrahlt.

Quellen: SIMBAD Astronomical Database, CDS Strasbourg; NASA/IPAC Extragalactic Database (NED); Herschel Science Archive – Dust and PAH Emission in NGC 7023; Spitzer Space Telescope – Infrared Studies of Reflection Nebulae; Witt et al. (2006): Interstellar Dust Properties in NGC 7023.

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