
- EQ6-R Pro in Gartensternwarte, guiding SvBony 60/240 mm ZwoAsi220mini PHD2
- TS Photon 10“ f4 Newton 256/1016 mm
- Touptek APT3CMOS 2600kma, gain 100 offset 100, -5oC
- Astrodon RGB 50 mm (55:63:6790s) 4.6 h, Baader CCD 2“ Ha und OIII (30:31300s), gesamt 9.8 h
- 50flats, darkflat, 100darks
- Nina, APP, PI, Affinity Photo V3 by Canva
Aufnahmezeitpunkt: 19. u. 25.02.2026, Dorflage Mecklenburg-Vorpommern Bortle 3-4
Jones–Emberson 1 – auch PK 164+31.1, PN G164.8+31.1, VV 47 oder populär Headphone Nebula – ist ein extrem lichtschwacher, großflächiger planetarischer Nebel im Sternbild Luchs (Lynx). Er liegt in einer Entfernung von etwa 1600 Lichtjahren und besitzt eine ungewöhnlich große Winkelausdehnung von rund 380–400″ , was ihn trotz seiner Größe zu einem der schwersten visuellen Deep‑Sky‑Objekte macht. Die Oberflächenhelligkeit ist extrem gering; die visuelle Gesamthelligkeit liegt bei etwa 14 mag . Der zentrale Stern ist ein sehr heißer Weißer Zwerg, möglicherweise ein PG‑1159‑Stern, mit einer Helligkeit von 16.8 mag .
Morphologisch zeigt Jones–Emberson 1 eine Ringstruktur mit zwei markanten, gegenüberliegenden helleren Nebelloben, die durch schwache, bogenförmige Filamente verbunden sind. Diese ungewöhnliche Form führte zu seinem Spitznamen Headphone Nebula . Spektrale Messungen zeigen Expansiongeschwindigkeiten von etwa 22 km/s (OIII) und 41 km/s (NII) sowie eine Radialgeschwindigkeit von −84 km/s . Das Alter des Nebels wird auf rund 13 000 Jahre geschätzt .
Entdeckt wurde der Nebel 1939 von Rebecca Jones und Richard M. Emberson auf fotografischen Platten des Harvard College Observatory . Aufgrund seiner Position nahe den Galaxien NGC 2474/2475 wurde er zunächst irrtümlich mit diesen verwechselt, bis spätere Untersuchungen zeigten, dass es sich um ein völlig eigenständiges Objekt handelt .
Für Beobachter ist Jones–Emberson 1 ein klassisches Challenge‑Objekt: Er erfordert sehr dunklen Himmel, große Öffnung und oft OIII‑Filter, um die schwachen Strukturen sichtbar zu machen. Astrofotografisch hingegen zeigt er in langen Schmalbandbelichtungen seine charakteristische, symmetrische Form und die feinen äußeren Filamente.
Quellen

| Teleskop, Montierung, Guiding | Skywatcher 8“ Newton (200/1000 mm), EQ6-R-Pro, Svbony 60/200 mm Zwo 120 MM-S |
| Kamera, Filter, Belichtung | Zwo ASI 533Mc Pro, 1.25“ L-extreme (76x300s), (RGB 20x300s), gesamt 8 h |
| Software | N.i.n.a., PHD2, APP, Affinity Photo |
| Ort, Datum | Besitz, Okt. 2021, April 2022 |
