
M33, Dreiecksgalaxie
AUFNAHMEDATEN
- EQ6-R in Gartensternwarte Bortle 4, guiding 80/240 mm Zwo Asi 120MM-s
- Skywatcher Quattro 8“ f4 800 mm Newton
- Zwo ASI 1600 MM Pro, -15oC, gain 76 offset 50
- TsOpics 1.25“ LRGB-Filter (70;60:60:60), Svbony Ha 1.25“ 6.5 nm (50x120s, gain 136), gesamt 5.8 h
- 50 Flats, Darkflats, MasterBias
- Nina, PHD2, APP, PI, Affinity Photo 2
- (einmal eingestellt, Nacht über problemlos laufen lassen, wie es selten klappt)
- Aufnahmedatum: 25.09.2023
Messier 33, auch Triangulum‑Galaxie oder NGC 598, ist eine ausgeprägte Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck und zählt zu den wichtigsten Mitgliedern der Lokalen Gruppe. Ihre Entfernung beträgt je nach Messmethode etwa 2,73–2,88 Millionen Lichtjahre, womit sie nach der Andromeda‑Galaxie und der Milchstraße die drittgrößte Galaxie dieser Gruppe darstellt. Die Galaxie besitzt eine scheinbare Helligkeit von 5,7 mag, verteilt jedoch ihr Licht über eine große Fläche von rund 70′ × 41′, was sie trotz ihrer Nähe nur unter sehr dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar macht.
Morphologisch gehört M33 zum Typ SA(s)cd, also einer locker gewundenen Spiralgalaxie mit ausgeprägten Sternentstehungsgebieten. Ihr Durchmesser liegt bei etwa 52.000–61.000 Lichtjahren, und die Gesamtmasse wird auf rund 5 × 10¹⁰ M☉ geschätzt. Die Galaxie enthält etwa 40 Milliarden Sterne, wobei die blauen Regionen in den Spiralarmen auf eine hohe Dichte junger, heißer Sterne hinweisen. Besonders hervorzuheben ist die riesige H II‑Region NGC 604, die mit über 1.300 Lichtjahren Ausdehnung zu den größten Sternentstehungsgebieten der gesamten Lokalen Gruppe zählt.
Die Sternentstehungsrate von M33 ist außergewöhnlich hoch – etwa zehnmal höher als die der Andromeda‑Galaxie. Dies zeigt sich in den zahlreichen Emissionsnebeln, die die Spiralstruktur betonen. Die Galaxie besitzt zudem einen relativ kleinen Bulge und eine dynamisch ruhige Struktur, was darauf hindeutet, dass sie in der Vergangenheit nur wenige starke Wechselwirkungen mit anderen Galaxien erlebt hat. Dennoch deuten Bewegungsdaten darauf hin, dass M33 gravitativ an die Andromeda‑Galaxie gebunden sein könnte und möglicherweise eine Rolle in der zukünftigen Kollision zwischen Andromeda und der Milchstraße spielen wird.
Historisch wurde M33 möglicherweise bereits im 17. Jahrhundert von Giovanni Battista Hodierna beobachtet, sicher aber 1764 von Charles Messier katalogisiert. Lord Rosse erkannte Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals die Spiralstruktur der Galaxie. Moderne Beobachtungen – darunter ein gigantisches Hubble‑Mosaik aus 54 Einzelaufnahmen – zeigen Millionen Sterne, hunderte Sternhaufen und zahlreiche Nebelregionen in beeindruckender Detailtiefe.
Quellen
- Wikipedia: Triangulum Galaxy (Messier 33)
- NASA/ESA Hubble – Messier 33 (Triangulum Galaxy)
- Wikipedia (DE): Dreiecksnebel / M33
- Martz‑Kohl Observatory – Triangulum Galaxy (M33)
