M38

  • AUFNAHMEDATEN
  • EQ6-R Pro in Gartensternwarte (Linie 1), guiding Skywatcher Evoguide 50Ed 230 mm, ZwoASI 220mini
  • Skywatcher Quattro f4 200/800 mm
  • Touptek 2600kma -5oC, gain 100/offset 100
  • Baader 2“ LRGB (196:89:87:81*90s), Ha Baader CCD 7 nm (70*300s), gesamt 17.2 h
  • 50flats, darkflats, 100darks
  • Nina, APP, PI, Affinity by Canva
  • Aufnahme Daten: 30.11., 11.12., 15.12.2025, Bortle 3-4, Dorflage an der Elbe 10 m Höhe, extreme Feuchtigkeit , teilweise Bodennebel

Messier 38, auch als NGC 1912 bekannt, ist ein offener Sternhaufen im nördlichen Sternbild Auriga. Seine Entfernung wird je nach Quelle zwischen etwa 3.400 und 4.200 Lichtjahren angegeben, wobei neuere Studien tendenziell einen Wert um 3.500 Lichtjahre bevorzugen. Die scheinbare Helligkeit liegt bei rund 7,4 Magnituden, und der Haufen erstreckt sich über eine Winkelausdehnung von etwa 20 bis 21 Bogenminuten. Die physische Größe beträgt ungefähr 13 bis 25 Lichtjahre, abhängig von der angenommenen Distanz.

Der Haufen ist mittelalt: Schätzungen reichen von etwa 220 bis 300 Millionen Jahren. Seine Sternpopulation umfasst überwiegend Hauptreihensterne der Spektralklassen A und F sowie mehrere weiterentwickelte Riesensterne der Klassen G und K. Der hellste Stern ist ein G0‑Riese mit etwa 900 Sonnenleuchtkräften und einer scheinbaren Helligkeit von 7,9 mag. Insgesamt enthält M38 rund 100 bis 150 Mitglieder, die eine unregelmäßige, oft als kreuz- oder sternförmig beschriebene Struktur bilden.

Historisch wurde M38 vor 1654 von Giovanni Battista Hodierna entdeckt und später 1749 von Guillaume Le Gentil unabhängig wiedergefunden. Charles Messier nahm ihn 1764 in seinen Katalog auf. In unmittelbarer Nähe befindet sich der offene Haufen NGC 1907, der jedoch nicht physisch mit M38 verbunden ist.

Astrophysikalisch ist M38 ein typisches Beispiel für die Entwicklung mittelalter offener Sternhaufen. Die massereicheren Sterne haben die Hauptreihe bereits verlassen, und die Sternverteilung zeigt erste Anzeichen dynamischer Auflösung. Aufgrund seiner Lage im Orion‑Spiralarm gehört M38 zu einer Region, die mehrere bekannte Sternhaufen umfasst, darunter M36 und M37.

Quellen

  • Messier 38 – Wikipedia
  • Messier 38 – Wikipedia (de)
  • Atlas of the Messier Objects, Cambridge University Press
  • Messier 38 – Open cluster in Auriga (Alegsa)
  • Messier 38 – Astro‑Observer (Starfish Cluster)

annotierte Version

hier eine widefield Aufnahme mit Apo 480 mm f6 und Canon6D

AUFNAHMEDATEN

  • EQ6-R mobil im Garten (Linie 2) , guiding 60/240 mm, ZwoASi 120mm, PHD2
  • Teleskop: William Triple Apo Megrez 80/480
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200
  • 2“ Astronomik L2-Filter (78*180s), L-extreme (54*300s), gesamt 8,4 h
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200,
  • APP, PI, Affinity by Canva
  • Aufnahmedatum: 30.11.u 15.12.2025

annotierte Version: