
AUFNAHMEDATEN
- EQ6-R Pro in Gartensternwarte
- TsOptics Photon 10“f4 Newton, guding 60/249 mm, ZwoASi120MM, PhD2
- Canon6D, iso 3200
- Astronomik DeepSky L2 Filter 2“ (31x180s)
- keine Flats etc
- Nina, APP, PI, Affinity Photo
Der Orionnebel (M 42, NGC 1976) ist eine der nächstgelegenen und aktivsten Sternentstehungsregionen der Milchstraße und befindet sich im Schwert des Sternbilds Orion. Mit einer Entfernung von etwa 1.267–1.350 Lichtjahren bildet er den zentralen Teil des Orion-Molekülwolkenkomplexes (OMC‑1), einer großräumigen Struktur aus Gas und Staub, in der sich zahlreiche junge Sterne, Protosterne und protoplanetare Scheiben entwickeln. Der Nebel besitzt eine Winkelausdehnung von rund einem Grad und einen physikalischen Durchmesser von etwa 24–25 Lichtjahren. Seine intensive Emission entsteht durch die Ionisation des Gases durch die energiereiche UV-Strahlung der jungen massereichen Sterne im Zentrum, insbesondere durch θ¹ Orionis C, den hellsten und heißesten Stern des sogenannten Trapeziums.

Die charakteristische Erscheinung des Nebels wird durch die physikalischen Bedingungen in der H‑II‑Region geprägt: Elektronentemperaturen von etwa 8.000–10.000 Kelvin und Elektronendichten zwischen 10² und 10⁴ cm⁻³ erzeugen ein Spektrum, das von starken Wasserstofflinien (Hα, Hβ) sowie den typischen verbotenen Linien von [O III], [N II] und [S II] dominiert wird. Die Region enthält mehrere hundert junge Sterne und über 150 protoplanetare Scheiben (Proplyds), die durch die intensive Strahlung des Trapeziums erodiert werden. Beobachtungen im Infrarot und Radio zeigen komplexe Gasströme, Schockfronten und Jets junger Sterne, die die Dynamik der Region maßgeblich beeinflussen. Der Nebel ist ein Paradebeispiel für die Wechselwirkung zwischen Sternentstehung, Strahlungsdruck und Gasdynamik in molekularen Wolken.
Literatur & Quellenangaben
- O’Dell, C. R. (2001): The Orion Nebula — Where Stars Are Born, Harvard University Press.
- O’Dell, C. R., & Wen, Z. (1994): Postrefurbishment HST Images of the Orion Nebula, ApJ.
- Bally, J. (2008): Overview of the Orion Complex, Handbook of Star Forming Regions.
- Muench et al. (2008): The Formation and Early Evolution of Stars in the Orion Nebula Cluster, AJ.
- Ricci et al. (2008): Proplyds in the Orion Nebula, A&A.
- SIMBAD Astronomical Database – Objektparameter und Spektraldaten.
- NASA/IPAC – Distanzangaben, physikalische Parameter.
- HST / ESO / Spitzer – Morphologie, Emissionslinien, IR‑Struktur.
Bei Verwendung von kurzen Belichtungszeiten konnte ich zum ersten Mal das legendäre Trapez sehen. Diese Trapezsterne, die den quasi Nebel erleuchten, sind aber dermaßen hell, dass man die Sterne nur ganz schwach stretchen konnte. Von den bekannten zusätzlichen Sternen e und f (s. Inset) kann man evtl. f ganz schwach sehen.

- Hauptionisationsquelle: θ¹ Orionis C
- UV‑Strahlung dieser Sterne erzeugt die H‑II‑Region und formt die Gasstrukturen
Vier massive junge Sterne (O- und B‑Typ) im Zentrum bilden das legendäre „Trapezium“ (s. auch Inset oben links)
Zum ersten Mal konnte ich das legendäre Trapez sehen. Diese Trapezsterne sind aber dermaßen hell, dass man die Sterne nur ganz schwach stretchen konnte. Von den bekannten zusätzlichen Sternen e und f (s. Inset) kann man evtl. f ganz schwach sehen.
- EQ6-R Pro in Gartensternwarte
- GSO 8“ Rc (200/1624 mm, kein Guiding
- ZwoASI1600MM Pro, -15oC, gain 76, offset 50
- Astronomik DeepSky L2 Filter 1.25“ (102X30s)
- keine Flats etc
- Nina, APP, PI, Affinity Photo
