NGC 7000 (Nordamerikanebel)

  • AUFNAHMEDATEN
  • EQ6-R mobil im Garten (Linie 2) , guiding 60/240 mm, ZwoASi 120mm, PHD2
  • Teleskop: William Triple Apo Megrez 80/480
  • Kamera: Canon 6D, iso 3200
  • 2“ Astronomik L2-Filter (132x120s), Optolong L-extreme (192*300s), gesamt 20.4 h
  • APP, PI, Affinity V3

Aufnahmedatum: 03., 06., 08-14.08:2026 Dorflage Mecklenburg-Vorpommern an der Elbe, Bortle 4

NGC 7000, der sogenannte Nordamerikanebel, ist ein großflächiges H‑II‑Gebiet im Sternbild Cygnus, das Teil des ausgedehnten Emissionskomplexes Sh2‑117 ist. Der Nebel liegt in einer Entfernung von etwa 2.500 bis 2.600 Lichtjahren, wobei moderne photometrische und spektroskopische Messungen Werte um 2.590 ± 80 Lichtjahre bevorzugen. Mit einer Winkelausdehnung von rund 120′ × 100′ zählt NGC 7000 zu den größten ionisierten Gasregionen der Milchstraße. Die charakteristische Form entsteht durch die Wechselwirkung von heißem ionisiertem Gas und dichten Dunkelnebeln, insbesondere dem Dunkelnebel L935, der den Nebel optisch vom benachbarten Pelikannebel (IC 5070) trennt. Die Ionisation wird durch die UV‑Strahlung eines eingebetteten O‑Sterns verursacht, der vermutlich im Bereich des Sterns 2MASS J20555125+4352246 liegt. Die dominierende Emission stammt aus der Hα‑Linie, ergänzt durch schwächere Beiträge von [O III] und [S II], was die Region zu einem klassischen Beispiel für photoionisierte Gaswolken macht.

Astrophysikalisch ist NGC 7000 eine aktive Sternentstehungsregion mit zahlreichen Young Stellar Objects, Protosternen und Herbig‑Haro‑Objekten, darunter das bekannte bipolare Ausflussobjekt MHO 3400. Die sogenannte Cygnus Wall, ein dichter, filamentartiger Bereich im südlichen Teil des Nebels, zeigt intensive Sternentstehung, starke Molekülwolkenstrukturen und ausgeprägte Staubfronten. Beobachtungen im Infrarot durch Spitzer und Herschel offenbaren eingebettete Sterne und warme Staubzonen, während Chandra‑Röntgendaten hunderte junge Sterne mit hoher magnetischer Aktivität nachweisen. Daten der Gaia‑Mission zeigen zudem Hinweise auf expandierende Sternpopulationen, die durch starke Sternwinde und lokale Gasdynamik beeinflusst werden.

Für die Amateurastronomie ist NGC 7000 aufgrund seiner Größe ein bevorzugtes Ziel für Weitfeldaufnahmen. Die geringe Flächenhelligkeit erfordert dunklen Himmel und lange Belichtungszeiten, wobei Schmalbandfilter – insbesondere Hα – die komplexen Strukturen eindrucksvoll hervorheben. Optisch erscheint der Nebel als großflächige, diffuse Region, die erst fotografisch ihre markante Kontinentform zeigt.

Quellen: SIMBAD Astronomical Database, CDS Strasbourg; NASA/IPAC Extragalactic Database (NED); Straizys et al. (2014), Distance to the North America and Pelican Nebulae; NASA Spitzer Science Center & ESA Herschel Archive; Bally et al. (2014), Star Formation in the Cygnus X Region; ESA Gaia DR2/DR3 Photometrie & Astrometrie.

annotierte Version

hier mit größerer Brennweite ein detaierterer Blick auf die „Große Mauer“

AUFNAHMEDATEN

  • EQ6-R in Gartensternwarte, guiding Svbony 60/250 mizt ZwoASI220min unter PHD2 in Nina
  • Skywatcher Quattro 8“ f4 (200/800 mm)
  • Touptek 2600kpm, gain 100, offset 100,-10oC
  • Baader CCD 2“ LRGB (40:28:26:34 *90s, gesamt 3.2 h)
  • 50flats, darkflat, 100 Darks
  • NINA , APP,PI, Affinity Photo2und PHD2
  • Aufnahmedatum: 26./27.06.2024, Bortle 4 Dorflage, sehr diesige Bedingungen, besondern während der Blaufilteraufnahmen

AUFNAHMEDATUM

  • EQ6-R mobil im Garten (Linie 2) , guiding 60/240 mm, ZwoASi 120mm, PHD2
  • Teleskop: William Triple Apo Megrez 80/480 mm
  • ZwoAsi1600MM-Pro, -15oC, gain 76, offset 50
  • Astornomik DeepSky SHO 1.25“ (41:30:35*150s), gesamt 4.4 h
  • 50 flats,darkflats, 100 darks, 200 Bias
  • Nina, PHD2, APP, PI, Affinity Photo 2
  • Aufnahmendatum: 04-06.08.2023